Kloster
Als Augustiner Chorfrauenstift, 1176 vom Abt zu Werden und Helmstedt gegründet, steht das Kloster heute im Eigentum des Braunschweigischen Vereinigten Kloster- und Studienfonds.
Mit der Reformation verblaßte der Glanz des Klosters. Es kam unter weltliche Verwaltung. Erst mit Domina Charlotte von Veltheim, die 1862 in das Kloster zog, wurde das Kloster wieder belebt. Sie gründete den Konvent, der 1984 ausstarb. 60 Jahre stand sie dem Kloster vor und hat mehrere Schulen gegründet, das heutige Kreiskrankenhaus und die Paramentenwerkstatt ins Leben gerufen. Seit 1989 gibt es wieder einen evangelischen Konvent im Haus, der das Kloster der Öffentlichkeit zugänglich macht und u.a. die Förderung der Paramentik als Aufgabe hat.
Kirche
Das romanische Gotteshaus ist eine flachgedeckte Pfeilerbasilika. In den Turmkapellen gibt es noch mittelalterlichen Fresken. Seit Sommer 2004 hängt wieder ein bedeutendes mittelalterliches Kruzifix aus dem Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt im Seitenschiff. Moderne und romanische Kunst gehen eine wunderbare Symbiose mit der Kunst des 19.Jahrhunderts ein. Kirche und Kloster sind im 20. Jahrhundert vom Eigentümer grundlegend und aufwendig restauriert worden.
Schatzkammer
In der Schatzkammer werden kostbare mittelalterliche Textilien - das älteste aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts - gezeigt. Die Sammlung zeichnet sich durch unglaubliche Vielfalt in Darstellung, Material und Technik aus.
Paramentensaal
Im historischen Paramentensaal des 19. Jahrhunderts wird noch heute Textil mit größter Handfertigkeit kunstvoll gestaltet.